14.10.19 | Frieden

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Was da letzte Woche in Halle passiert ist macht einen sprachlos, traurig und wütend. Für mich Grund genug, einmal mehr darauf hinzuweisen für den Frieden zu kämpfen und einzustehen. Udo Lindenberg hat dazu ein passendes Lied geschrieben. Und besonders diese Textzeilen sind mir in Erinnerung geblieben, die sich an alle richten die für den Frieden eintreten:

 

Lass Sie ruhig sagen das wir Träumer sind
Am Ende werden wir gewinnen
Wir lassen diese Welt nicht unter gehen
Komm wir ziehen in den Frieden

 

Wir sind mehr!

Christian

 

 

07.10.19 | An Tagen wie diesen

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Stockender Verkehr, ich sitze im Auto, schiebe mich Meter für Meter über die Autobahn, das Radio läuft. Plötzlich ein vertrautes Lied aus meiner Jugend – „An Tagen wie diesen“ von  Fettes Brot. Ich beginne gedankenlos mit zu singen und halte plötzlich inne. Höre auf den Text, achte ganz bewusst auf die Textzeilen, die ich schon x-mal mitgesungen habe. Und verstehe vielleicht zum ersten Mal so richtig, um was es in dem Song geht. Fühle mich auf einmal persönlich angesprochen und bin bestürzt, dass mir die Tragweite des Songtextes bislang nie so bewusst war.

Kennst du das? Du liest, hörst, tust etwas zum x.-Mal, ohne weiter darüber nachzudenken und auf einmal gibt es einen Moment, der dich ins Stocken bringt. Der dich inne halten und die Situation neu bewerten lässt. Wann hast du einen solchen Moment zum letzten Mal erlebt? Hat er bei dir mehr bewirkt, als ein kurzes inne halten?

 

30.09.19 | Umfrage

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„Wir haben 100 Firmlinge gefragt: Was magst du an dir?“
Tatsächlich haben wir diese Frage gestellt und ich freue mich wirklich, dass wir sehr viele ehrliche Antworten erhalten haben. Was mich allerdings sehr nachdenklich stimmt war folgendes: 17 von 100 haben auf diese Frage mit „Nichts“ geantwortet. Und ganz besonders krass fand ich die Einzelantwort: „Es gibt nichts liebenswertes an mir“.

Wie zerbrochen ist diese Welt? Wie kaputt ist diese Gesellschaft, dass ein junger Mensch so etwas über sich sagt? Und was stimmt mit unserer Kirche nicht, dass gerade ein Firmling, der in irgendeiner Weise mit dieser Kirche noch verbunden ist, so über sich spricht?

Zutiefst würde ich mehr über diesen Menschen erfahren wollen, der dies geschrieben hat. Zutiefst wünschte ich mir, dass ich ihn oder sie fragen könnte:
Was kann ich für dich tun?
Was möchtest du mir sagen?
Was könnte ich dir vielleicht mit auf deinen Lebensweg geben?
Wie kann die Botschaft „Gott liebt dich“ für dich mehr werden als eine Worthülse?

Liebe oder lieber Unbekannte,
wenn du das liest…,du darfst dich bei mir oder bei uns jederzeit melden. Und wenn du es nicht tun möchtest, so sei dir sicher, dass ich immer wieder an dich denken und für dich beten werde.
Dir alles Gute!
Max

23.09.19 | Veränderung

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Lebendiger Gott,
ich möchte glauben, dass,
wenn wir gemeinsam für den Frieden und Gerechtigkeit eintreten,
sich die Welt verändern wird.

Ich möchte glauben, dass,
wenn alle Menschen anfangen,
nach einfachen Lösungen zu suchen,
sich das Angesicht der Welt verändert.

Ich möchte glauben,
dass der Weg zum Frieden ein einfacher Weg ist,
wenn man bereit ist, loszulegen.    

Ich möchte glauben,
dass wir Menschen das können!

Guter Gott – hilf uns und lass uns beginnen noch heute!!!

Amen

                                                                       Nach Dagmar Ender

 

 

Lasst uns anfangen – noch heute!!!
LG
Regine

16.09.19 | Paradox

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Wir haben hohe Gebäude, aber eine niedrige Toleranz, breite Autobahnen, aber enge Ansichten. Wir verbrauchen mehr, aber haben weniger, machen mehr Einkäufe, verdienen mehr, aber haben weniger Freude. Wir haben viele Freunde, aber kennen nur wenige. Wir haben größere Häuser, aber kleinere Familien, mehr Bequemlichkeit, aber weniger Zeit, mehr Ausbildung, aber weniger Allgemeinwissen, mehr Kenntnisse, aber weniger Hausverstand, mehr Medizin, aber weniger Gesundheit. Wir leben in einer Zeit der Pillen, die alles können: sie erregen uns, sie beruhigen uns, sie schaden uns, sie töten uns.

Wir lachen zu wenig, fahren zu schnell, regen uns zu schnell auf, gehen zu spät schlafen, stehen zu müde auf; wir lesen zu wenig, sehen zu viel fern, beten zu selten. Wir haben unseren Besitz vervielfacht, aber unsere Werte reduziert. Wir sprechen zu viel, wir lieben zu selten und wir verurteilen zu oft. Wir wissen, wie man seinen Lebensunterhalt verdient, aber nicht mehr, wie man lebt.

Wir haben dem Leben Jahre hinzugefügt, aber nicht den Jahren Leben. Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr an die Tür des Nachbarn. Wir haben den Weltraum erobert, aber nicht den Raum in uns. Wir machen größere Dinge, aber keine Besseren. Wir können Atome spalten, aber nicht unsere Vorurteile.

Wir schreiben mehr, aber wissen weniger, wir planen mehr, aber erreichen weniger. Wir haben gelernt schnell zu sein, aber wir können nicht warten. Wir benutzen so viele Kommunikationsmittel, aber wir reden weniger miteinander.

Dieser negativen Sicht gegenüber stellt Paulus eine positive Sicht auf mit seinem Paradoxon:

 

2 Korinther 4,8.9.16 & 12,10:

Von allen Seiten werden wir in die Enge getrieben und finden doch noch Raum; wir wissen weder aus noch ein und verzweifeln dennoch nicht; wir werden gehetzt und sind doch nicht verlassen; wir werden niedergestreckt und doch nicht vernichtet. Darum werden wir nicht müde; wenn auch unser äußerer Mensch aufgerieben wird, der innere wird Tag für Tag erneuert. Deswegen bejahe ich meine Ohnmacht, alle Misshandlungen und Nöte, Verfolgungen und Ängste, die ich für Christus ertrage; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.

 

Gebet:

Wunderbar bist du, unser Gott. Aber fremd bist du uns auch. Wir loben dich und doch verstehen wir dich oft nicht. Uns bleibt nur, dir zu vertrauen. Schenke uns heute und jeden Tag deinen Segen und gib uns deinen Geist. Erschüttere unsere falsche Selbstgewissheit und mach uns frei für die Erfahrung deiner Gegenwart und deiner Kraft in unserer Schwachheit. Wunderbar bist du, unser Gott. Amen

09.09.19 | Oase

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Für diese Woche habe ich eine Geschichte aus Afrika herausgesucht, die ich immer wieder gerne lese. Es ist eine Geschichte, die davon erzählt, wie man manchmal auch durch schwere Zeiten oder schwierige Situationen doch noch „wachsen“ und sich persönlich entwickeln kann. Sie soll uns allen Mut machen und Hoffnung schenken, nicht aufzugeben … egal wie schwer es gerade auch sein mag!

Viele Grüße
Eure Patrizia

Durch eine Oase ging ein finsterer Mann, Ben Sadok. Er war so gallig in seinem Charakter, dass er nichts Gesundes und Schönes sehen konnte, ohne es zu verderben. Am Rand der Oase stand ein junger Palmbaum im besten Wachstum. der stach dem finsteren Araber in die Augen. Da nahm er einen schweren Stein und legte ihn der jungen Palme mitten in die Krone. Mit einem bösen Lächeln ging er nach dieser Heldentat weiter.
Die junge Palme schüttelte sich und bog sich und versuchte, die Last abzuschütteln. Vergebens. Zu fest saß der Stein in ihrer Krone. Da krallte sich der junge Baum tiefer in den Boden und stemmte sich gegen die steinerne Last. Er senkte seine Wurzeln so tief, dass sie die verborgene Wasserader der Oase erreichten, und stemmte den Stein so hoch, dass die Krone über jeden Schatten hinausreichte. Wasser aus der Tiefe und Sonnenglut aus der Höhe machten eine königliche Palme aus dem jungen Baum. Nach Jahren kam Ben Sadok wieder, um sich an dem Krüppelbaum zu freuen, den er verdorben. Er suchte vergebens. Da senkte die stolzeste Palme ihre Krone, zeigte den Stein und sagte: “Ben Sadok, ich muss dir danken, deine Last hat mich stark gemacht.“

 (Aus Afrika)

02.09.19 | Engelmann

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Letzte Woche haben wir auf die Sommerferien zurückgeblickt.

Aber wie wird das kommende (Schul-)Jahr?

So wie immer oder möchtest Du etwas anderes machen?

Hast Du Dir was vorgenommen?

Oder hast Du Angst davor, dass Dein Alltag Dich lähmt und vom wirklichen Leben ablenkt?

 

Julia Engelmann ist  Poetry Slammerin und hat vor einigen Jahren einen Text geschrieben, der – finde ich – sehr gut dazu passt:

26.08.19 | Rückblick Sommerferien

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Zwei Tage Sommerferien sind noch übrig. Nutze die Zeit, halte kurz inne und schaue zurück:

  • Was hast du in den letzten sechs Wochen erlebt? Im Urlaub, im Ferienlager oder zuhause?
  • Was hat dich so positiv beeindruckt, dass du immer noch lächeln musst, wenn du daran zurück denkst?
  • Was lief vielleicht nicht so, wie du es dir vorgestellt hast?
  • Welche neuen Erfahrungen hast du gemacht?
  • Welche alten Sommertraditionen hast du beibehalten?
  • Hast du vielleicht neue Freundinnen und Freunde gefunden?

Wir glauben daran, dass Gott uns bei allem begleitet, was wir erleben. Auch bei all den Dingen, an die du eben gedacht hast. Darum möchte ich zum Ende der Sommerferien einfach nur sagen: „Danke Gott!“.

Annika

19.08.19 | Was vermögen wir?

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Was vermögen wir?

Wer den heutigen Text aus dem neuen Testament liest, der findet dort folgende Erzählung.

Ein Mann kam zu Jesus und fragt ihn, was er Gutes tun muss, um das ewige Leben zu erlangen. Nachdem Jesus ihn auf die Gebote hingewiesen hat, erwidert der junge Mann, dass er diese bereits halte. Darauf fordert Jesus ihn auf: „Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkauf deinen Besitz und gib das Geld den Armen; so wirst du einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach.“

Alles zu verkaufen, alles abzugeben, was wir an weltlichen Besitz haben. Wer könnte von uns möchte das? Natürlich gibt es Menschen, die sich zu Armut verpflichten. Aber viele Menschen (darunter auch ich) geben für manche Sachen auch gerne Geld aus. Und das ist auch gut so.

Ich denke, dass es an dieser Stelle um etwas anderes geht. Darum unser Leben nicht komplett an dem Geld, dem Vermögen, am weltlichen Besitz oder ähnlichen Dingen, festzumachen. Ob das so ist, kann jeder relativ schnell hinterfragen. Stellt euch vor, dieser oder jener Gegenstand geht euch verloren. Wie fühlt es sich an? Was macht das für euch? Natürlich dürfen besonders persönliche Gegenstände uns wichtig sein. Aber wenn wir diese verlieren, so ist folgendes Bild glaube ich ganz schön. Im Buch „Der Traum“ wird von einem Raum des Staunens gesprochen. Einem Ort im Himmel, an dem all die Gegenstände liegen werden, die in besonderer Weise mit menschlichen und persönlichen Beziehungen zusammenhängen.

Max

12.08.19 | Circle of life

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Lebendiger Gott,

seid du bei uns, im Kreislauf des Lebens.

Lass uns das Glücksrad unseres Lebens entdecken,

die Harmonie des Glaubens spüren

und das Band der Hoffnung knüpfen.

Bis wir unseren Platz finden auf unserem Lebensweg,

der sich vor uns entfaltet

Im Kreislauf, im Kreislauf des Lebens.

Amen

Angelehnt an Circle of Life (The Lion King) Elton John & Lebo M.

 

In diesem Sinne lebt eurer Leben.

Liebe Grüße

Regine

 

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