25.05.20 | Mut

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Was bedeutet eigentlich mutig sein? In der Welt von heute?
Kann man das für alle definieren oder ist mutig sein relativ?
Hast Du Dir schon mal darüber Gedanken gemacht?

Wenn wir von anderen zum Beispiel hören: „Ich kündige und mach mein eigenes Ding“,
Ich trau mich und wandere aus“ oder „Ich wage es und ziehe aus
Sind nur solch große Handlungen, die mein ganzes Leben verändern oder auf den Kopf stellen mutig?

Ich glaube ja eher, dass es oft genug die kleinen Dinge sind, die von uns richtigen Mut verlangen!
Es kann mutig sein, eine alte Gewohnheit abzulegen,
wie immer den gewohnten Weg zur Uni zu nehmen oder immer nur den einen Joghurt zu kaufen.
Es kann Mut erfordern, sich für eine neue Frisur zu entscheiden oder jemanden seine wirkliche Meinung zu sagen.
Es ist richtig mutig, sich Gedanken über sein eigenes Verhalten zu machen.
Sich selbst zu hinterfragen, ob das, was man macht, wirklich Dinge sind, die man gerne macht,
oder ob ich es mache, nur weil andere mir sagen, dass das gut für mich ist, dass das cool ist, dass ich so von anderen gesehen und bewundert werde, dass ich dann besser bin als andere.

 

Ich wünsche Dir den Mut …

„dir selbst treu zu bleiben,
aber deshalb nicht mit dem Kopf durch die Wand zu gehen
 

die Wahrheit zu sagen,
aber sie nicht wie einen nassen Lappen
anderen um die Ohren zu schlagen
 

zu deiner Meinung zu stehen,
aber auch zugeben zu können, wenn du dich geirrt hast
 

zu widersprechen,
ohne andere zu verletzten
 

auf Bitten „Nein“ zu sagen,
aber das nicht zu einer dauernden Haltung werden zu lassen
 

dich zu deinen Gefühlen zu bekennen,
aber auch loslassen zu können, was dir lieb ist,
wenn die Zeit dafür gekommen ist. „

                                                                              (Gisela Baltes)

 

von Patrizia

18.05.20 | Steh Auf

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Der heilige Papst Johannes Paul II, der im Jahr 2005 verstarb, wäre heute 100 Jahre alt geworden. Er war der Papst der Jugend, der die Weltjugendtage ins Lebens rief und die Jugend immer wieder als die Zukunft der Kirche bezeichnet hat. Es gibt viele Gebete, die er uns hinterlassen hat, eines ist mir dabei besonders wichtig, weil es mich immer wieder ermutigt aufzustehen, wenn ich am Boden bin!

 

Steh auf, der du enttäuscht bist.

Steh auf, der du keine Hoffnung mehr hast.

Steh auf, der du an die Eintönigkeit gewöhnt bist

und nicht mehr glaubst, dass man Neues schaffen kann.

Steh auf, denn Gott ist daran „alle Dinge neu zu schaffen“!

Steh auf, der du dich an die Gaben Gottes gewöhnt hast.

Steh auf, der du die Fähigkeit zu staunen verlernt hast.

Steh auf, der du das Vertrauen verloren hast, Gott

„Vater“ (Papa) zu nennen. Steh auf, und beginne wieder voller Bewunderung für die Güte Gottes zu sein.

Steh auf, der du leidest.

Steh auf, dem es dir scheint, dass das Leben dir viel verweigert hat.

Steh auf, wenn du dich ausgeschlossen, verlassen, beiseitegeschoben fühlst.

Steh auf, denn Christus hat dir seine Liebe gezeigt

und hält für dich die Verwirklichung einer unverhofften Möglichkeit bereit.

 

Steh auf!

STEH AUF und GEH!

Papst Johannes Paul II

 

Herausgesucht von Norbert

11.05.20 | Kleine Weltreise

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Gestern habe ich ein Foto mit dem Schriftzug „Zuhause – wo sonst?“ an meine regelmäßigen Snapchat-Kontakte geschickt. Das trifft es so ziemlich genau. Denn seit fast 8 Wochen arbeite ich von zuhause aus und die Gelegenheiten, zu denen ich beruflich wo anders hinmusste, lassen sich an zwei Händen abzählen.

Letztens musste ich dann aber doch ins Büro nach Düsseldorf. Eigentlich eine ganz normale Sache, „früher“ habe ich das mindestens einmal pro Woche gemacht. Doch jetzt kam es mir vor wie eine kleine Weltreise. Ich war richtig aufgeregt und mitten auf der Autobahn kam mir der Gedanken „Wann war ich eigentlich das letzte Mal so weit von zuhause weg?“.

Hattest du auch schon solche Momente? In denen etwas Alltägliches auf einmal eine ganz besondere Bedeutung hatte? Und du etwas -eigentlich- ganz normales plötzlich sehr zu schätzen wusstest?

Liebe Grüße,
Annika

04.05.20 | Abitur

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Die Sommerferien sind vorbei, nach 6 Wochen Ferien startet die Schule….äh…Moment
es waren 7 Wochen und wir haben erst Frühling…und sie startet für die Abschlussklassen, der Rest hat weiter „Ferien“.
Und „Ferien“ sind das jetzt auch nicht wirklich gewesen: improvisiertes Home-Schooling, man darf seine Freunde nicht sehen – höchstens online – und in den Urlaub fahren war auch nicht.
In diesem Jahr spielt alles verrückt! Und gerade für euch Abiturienten ist es mehr als: Naja, ist halt nen verrücktes Jahr.

 

Gott,

sei in diesen Wochen bei den jungen Menschen, die ihren Abschluss machen.

Gib ihnen Kraft und Zuversicht, dass sie keine Angst vor den Prüfungen haben.

Gib ihnen gute und sich kümmernde Lehrer, die in dieser schwierigen Zeit das beste aus ihren Schülern herausholen.

Gib ihnen Vertrauen in sich selbst, dass sie die Prüfungen mit der Hilfe ihrer Lehrer gut bestehen.

Gib ihnen ein Stück Gelassenheit, um mit wachen und überlegten Gedanken an die Prüfungsaufgaben zu gehen.

 

Begleite du sie in dieser letzten Vorbereitungswoche und während ihrer Prüfungen, sei du die Hand auf ihrer Schulter, die ihnen sagt: „Fürchte dich nicht! Ich bin für dich da!“

 

Anja

27.04.20 | Danach

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Danach.

Es kommt eine Zeit
eine Zeit nach der Zeit.
Nur wann

Wer
weiß
das

Und was trägt, dich, mich, uns
was trägt mich durch
die aktuelle Zeit

Was möchte ich behalten
was mitnehmen
was nicht mehr missen

Wie wird sie
wie wird es
sein?

Wollen wir wirklich
Das alles ist wie zuvor
Wo vor? Vor was? Wo für

Wo für möchte ich
in dieser
unserer Zeit unterwegs sein

Denn die Zeit ist eine Reise
mit Pausen, aber

ohne Stillstand
ohne Zurück
ohne Zweck

Denn der Mensch lebt
nicht aus einem Zweck
er lebt, weil er liebt

Geliebt
gewollt
gewünscht
ist

Wenn nicht von
mir, dir, uns
dann von

Von wem eigentlich
an wen hänge ich mein Leben auf
mache ich mein Leben fest

Es komme eine Zeit
eine Zeit nach der C-Zeit
nur wann

Wer
weiß
das schon

Aber sie kommt
sie wird kommen
sie wird dasein

Und sie wird hoffentlich
anders, neu, lebendiger, menschlicher, sauberer
digitaler, analoger, echter, wirklicher, hoffnungsvoller
sein

Durch dich
mich, uns
und
Gott

Max

20.04.20 | Lass es

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Vielleicht ist öfter als wir denken die relevante Frage nicht „Was können wir tun?“ Sondern was können wir lassen?

Denn manchmal sitzen wir da mit unserem blinden Aktionismus, unserer Energie und unserer unbändigen Motivation etwas zu tun und müssen einsehen, dass das Beste was wir gerade tun können, ist, es zu lassen.

Wenn ich für mich zum Beispiel entschieden habe, dass die aktuelle Konsumgesellschaft mir nicht passt und ich weniger und nachhaltiger konsumieren möchte, dann möchte man motiviert gleich losziehen und die Welt verändern. Aber in diesem Fall ist eben nicht die Lösung shoppen zu gehen, um all die ökologisch einwandfreien Produkte, etc. zu erstehen, sondern erstmal Altes aufzubrauchen, so lange zu behalten wie es noch hält. Dann ist die letzte Jeans eben in Bangladesch gefertigt und gesandstrahlt, aber ich kann sie (hoffentlich) noch ein paar Jahre tragen, bevor ich losziehe und mir eine neue Jeans (diesmal bio und fair gehandelt) kaufe.

Und solches Verhalten passt so gar nicht zu unserer Energie und Motivation hinauszugehen und die Welt zu verändern. Aber oft kannst du die Welt effektiver verändern, indem du Zuhause sitzt, ein Buch liest, mit deiner Familie Zeit verbringst oder wie Astrid Lindgren es so schön ausdrückte „einfach dasitzt und vor dich hinschaust“.

Viele Probleme wären uns erspart geblieben, wenn wir nicht den Drang hätten raus zu gehen und die Welt in unserem Sinne zu verändern.

Judith

13.04.20 | Gebet zu Ostern

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Auferstehung und Leben

Herr Jesus Christus, dies ist dein Tag und unser Tag,
der Durchbruch nach vorn in die Zukunft,
eine neue Zukunft, die Ewigkeitswert besitzt,
die durch den Tod zum Leben geboren wird,
die durch die Tiefe des Grabes
in deine Höhe gehoben wird,
die Zukunft schlechthin für diese deine Welt,
unsere Zukunft,

die niemand und nichts verdunkeln kann,
die niemand und nichts uns verbauen kann,
die niemand und nichts uns nehmen kann,

durch dich für uns erlitten,
durch dich für uns erstorben und aufgebrochen,
durch dich für uns erschlossen,

damit wir leben, neu und ewig,
in dir auferweckt und befreit
sinn- und zielvoll,
ohne Todesgeruch, sondern
als Wohlgeruch in dieser Welt,
ohne Resignation, sondern
mit Sicht nach vorn,
ohne Gericht, sondern
begnadigt, angenommen und frei.

Du hast die Spur gelegt durch den Tod zum Leben,
und in deinen Fußstapfen wollen wir gehen,
Schritt für Schritt
heute, morgen und in Ewigkeit.

Sr. Ruth Meili

 

Frohe Ostern!
Christian

06.04.20 | Pause

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Momentan tauchen in den sozialen Medien immer mehr Foto-Challenges wie z.B. die #oldpicturechallenge auf. Eines haben sie alle gemeinsam: den Wunsch, beim durchscrollen von Instagram, Facebook oder ähnlichem Mal etwas anderes zu sehen. Sich mit etwas anderem als dem allgegenwärtigen Thema zu beschäftigen.

Im heutigen Impuls möchte ich dir auch eine kleine Auszeit gönnen und habe ein paar Bilder herausgesucht, die mir gutgetan haben. Die mich einen Moment lang haben vergessen lassen, was sonst so in der Welt geschieht. Die mich Freude spüren ließen.

Ich hoffe, dir geht es – zumindest bei einigen der Fotos – ähnlich.
Pass auf dich auf!

 

Liebe Grüße,
Annika

 

30.03.20 | Wort an Gott

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Das Leben hält für uns nicht immer nur Leichtigkeit, Fröhlichkeit und Schönheit bereit.
Es gibt Herausforderungen denen wir uns stellen müssen, Hürden die wir überspringen sollen,
Krankheit, Einsamkeit oder Verwirrtheit die uns belastet, Verlust den wir lernen müssen zu überwinden.
In den letzten Wochen habe ich so einige Gebete nach Gesprächen mit anderen zusammen gebetet,
dessen Worte hoffentlich Trost spenden konnten.
Gebete die nicht beschönigen was ist, sondern einfach nur ehrliche Worte an uns selbst und an IHN, an Gott sind.

Eins davon, möchte ich hier gerne mit euch teilen, mit euch gemeinsam beten
– in der Hoffnung, dass es euch in irgendeiner Weise bewegt:

 

„Herr, die schwersten Wege gehen wir allein.
Die Einsamkeit im Haus,
die Leere im Bett,
das Frühstück ohne Gegenüber,

die Angst vor der Nacht,
die Last der Zeit (…).

 

Wir können nicht anders als in Deine Hände legen,
was unserem Leben entglitt.

Wir bitten Dich nicht um die Leichtigkeit des Seins
aus früheren Zeiten.

 

Nur um Menschen
deren Nähe erträglich ist.
Um sanfte Worte,
die vernarbte Wunden ruhen lassen.
Um frische Blumen
die auf Gräbern lange blühen.
Um Träume zu jeder Zeit,
in denen selbst Verstorbene auf ihre Weise zu uns sprechen.“

Siegfried Eckert

 

Auch in lieber Erinnerung an R. und J.,
die vor einem Jahr so plötzlich aus dem Leben gerissen wurden.

Patrizia

 

23.03.20 | Gebet

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Ein Gebet vom Gebetshaus Augsburg Gründer Dr. Johannes Hartl:

“Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten und bitten um Trost und Heilung. Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Bitte tröste jene, die jetzt trauern. Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie. Allen Krankenschwestern und Pflegern, Kraft in dieser extremen Belastung. Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.
Wir beten für alle, die in Panik sind. Alle, die von Angst überwältigt sind.
Um Frieden inmitten des Sturms, um klare Sicht.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne sein müssen, sich einsam fühlen, niemanden umarmen können. Berühre Du Herzen mit Deiner Sanftheit.
Und ja, wir beten, dass diese Epidemie abschwillt, dass die Zahlen zurückgehen, dass Normalität wieder einkehren kann.
Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit.
Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist.
Dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können.
Dass Du allein ewig bist.
Dass im Leben so vieles unwichtig ist, was oft so laut daherkommt.
Mach uns dankbar für so vieles, was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.
Wir vertrauen Dir.
Danke!

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