06.04.20 | Pause

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Momentan tauchen in den sozialen Medien immer mehr Foto-Challenges wie z.B. die #oldpicturechallenge auf. Eines haben sie alle gemeinsam: den Wunsch, beim durchscrollen von Instagram, Facebook oder ähnlichem Mal etwas anderes zu sehen. Sich mit etwas anderem als dem allgegenwärtigen Thema zu beschäftigen.

Im heutigen Impuls möchte ich dir auch eine kleine Auszeit gönnen und habe ein paar Bilder herausgesucht, die mir gutgetan haben. Die mich einen Moment lang haben vergessen lassen, was sonst so in der Welt geschieht. Die mich Freude spüren ließen.

Ich hoffe, dir geht es – zumindest bei einigen der Fotos – ähnlich.
Pass auf dich auf!

 

Liebe Grüße,
Annika

 

30.03.20 | Wort an Gott

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Das Leben hält für uns nicht immer nur Leichtigkeit, Fröhlichkeit und Schönheit bereit.
Es gibt Herausforderungen denen wir uns stellen müssen, Hürden die wir überspringen sollen,
Krankheit, Einsamkeit oder Verwirrtheit die uns belastet, Verlust den wir lernen müssen zu überwinden.
In den letzten Wochen habe ich so einige Gebete nach Gesprächen mit anderen zusammen gebetet,
dessen Worte hoffentlich Trost spenden konnten.
Gebete die nicht beschönigen was ist, sondern einfach nur ehrliche Worte an uns selbst und an IHN, an Gott sind.

Eins davon, möchte ich hier gerne mit euch teilen, mit euch gemeinsam beten
– in der Hoffnung, dass es euch in irgendeiner Weise bewegt:

 

„Herr, die schwersten Wege gehen wir allein.
Die Einsamkeit im Haus,
die Leere im Bett,
das Frühstück ohne Gegenüber,

die Angst vor der Nacht,
die Last der Zeit (…).

 

Wir können nicht anders als in Deine Hände legen,
was unserem Leben entglitt.

Wir bitten Dich nicht um die Leichtigkeit des Seins
aus früheren Zeiten.

 

Nur um Menschen
deren Nähe erträglich ist.
Um sanfte Worte,
die vernarbte Wunden ruhen lassen.
Um frische Blumen
die auf Gräbern lange blühen.
Um Träume zu jeder Zeit,
in denen selbst Verstorbene auf ihre Weise zu uns sprechen.“

Siegfried Eckert

 

Auch in lieber Erinnerung an R. und J.,
die vor einem Jahr so plötzlich aus dem Leben gerissen wurden.

Patrizia

 

23.03.20 | Gebet

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Ein Gebet vom Gebetshaus Augsburg Gründer Dr. Johannes Hartl:

“Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten und bitten um Trost und Heilung. Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Bitte tröste jene, die jetzt trauern. Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie. Allen Krankenschwestern und Pflegern, Kraft in dieser extremen Belastung. Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.
Wir beten für alle, die in Panik sind. Alle, die von Angst überwältigt sind.
Um Frieden inmitten des Sturms, um klare Sicht.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne sein müssen, sich einsam fühlen, niemanden umarmen können. Berühre Du Herzen mit Deiner Sanftheit.
Und ja, wir beten, dass diese Epidemie abschwillt, dass die Zahlen zurückgehen, dass Normalität wieder einkehren kann.
Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit.
Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist.
Dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können.
Dass Du allein ewig bist.
Dass im Leben so vieles unwichtig ist, was oft so laut daherkommt.
Mach uns dankbar für so vieles, was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.
Wir vertrauen Dir.
Danke!

16.03.20 | Nur ein Blick

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Und manchmal braucht es einfach nur einen Blick, eine ausgestreckte Hand, eine ernst gemeinte Umarmung… Um zu erkennen, dass es sich bei dem Gegenüber um einen Menschen handelt. Einen Menschen wie du und ich. Mit Familie, Freunden, Träumen, Wünschen und Sorgen.

Lasst uns das nicht vergessen, wenn wir wieder die Berichte aus dem türkisch-griechischen Grenzgebiet oder von der Mittelmeerroute sehen.

Lasst uns das nicht vergessen, wenn es auch in Deutschland wieder um „die“ und „uns“ geht.

Lasst uns das nicht vergessen, wenn wir einfach nur Glück hatten, wo wir auf dieser Welt geboren wurden.

 

Lasst uns dankbar sein, für das, was wir haben.

Lasst uns gemeinsam die Gegenwart und die Zukunft besser gestalten.

Lasst uns mit kleinen Dingen anfangen.

 

Denn manchmal reicht schon ein Blick, eine ausgestreckte Hand, eine ernst gemeinte Umarmung…

 

Annika

09.03.20 | Versöhnung

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Gott,

danke, dass du uns durch Jesus immer wieder dazu motivierst, uns zu versöhnen.

Wir brauchen das in dieser Zeit:

in dieser bewegten Zeit, in der immer wieder versucht wird, uns auseinander zu treiben und Hass und Wut aufeinander zu sähen.

in dieser unruhigen Zeit, in der die Angst vor Ansteckung die Solidarität zueinander bedroht.

in dieser Fasten-Zeit, in der wir als Christen versuchen, bewusst Steine von Hass, Wut, Angst, Streit und Unversöhntheit aus dem Weg zu räumen.

 

Hilf uns, dass wir in diesen 40 Tagen aufeinander zugehen.

Hilf uns, dass wir den ersten Schritt machen.

dass wir vergeben, auch wenn es uns nicht leicht fällt.

Hilf uns, dass wir unsere Fehler bereuen und uns aussprechen.

dass wir unsere persönlichen Freundschaften und die Solidarität in unserem Stadtteil pflegen.

 

Segne uns in dieser Fasten-Zeit,

damit wir dich in unserem Alltag an unserer Seite spüren.

damit wir Segen für andere werden.

und, damit wir in deinem Auftrag Versöhnung weitertragen.

 

So segne uns

im Namen des Vaters

und des Sohnes

und des Heiligen Geistes.

Amen.

 

Anja

02.03.20 | Spuren auf der Straße

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Spuren auf der Straße.

Wer sich auf die Straße hinausbegibt, jenseits aller kirchlicher Strukturen und Gebäude, kann sie auch dort überall entdecken: Spuren des Glaubens in ihrer kompletten Vielfalt. Vielleicht kann dieses “Entdecken” auch eine Aufgabe für die Fastenzeit sein. Nicht Verzicht, sondern bewusste Wahrnehmung von uns, der Straße, der Welt.

Eine solche Spur habe ich vor ein paar Wochen an einer Häuserwand entdeckt. Dort stand mit schwarzem Edding auf die weiß verputzte Wand geschrieben: „I wonder if Heaven got a GHETTO“. Ein Mensch stellt sich möglicherweise die Frage, ob es im Himmel ein Ghetto gibt. Ohne dem Verfasser zu viel zu unterstellen, so lädt die Frage durchaus zur Auseinandersetzung ein. Ist im Himmel alles nur gut? Wird es dort keine Unterteilung zwischen Menschen im Ghetto und denen die nicht mehr dort sind geben? Oder findet dort auch eine Ghettoisierung statt?

Eine ganz eigene Auseinandersetzung fand sich unterhalb des Schriftzugs. Dort stand ebenfalls in schwarzer Schrift geschrieben: „DA Ghetto of Heaven is called HELL“. Das Ghetto des Himmels heißt Hölle. In diesem Satz steckt aus meiner Sicht eine erstaunliche Weisheit. Denn ein Ghetto ist immer auch ein Ort der Trennung und oft auch der Abgrenzung. Für die Hölle gilt, dass sie die Unterscheidung zum Himmel ist. Ein Ort, an dem immer noch Unterschiede eine Rolle spielen. Ein Ort, an dem eben nicht alles gut ist. Diesen Ort, die Hölle, muss es aus Sicht der Freiheit geben. Denn Menschen müssen sich auch gegen Gott entscheiden dürfen. Sie dürfen sich auch für das Böse entscheiden, bereits hier und wenn sie wollen auch in Ewigkeit. Ob sie es tatsächlich in Anbetracht des Himmels tun, ist eine andere Frage. Möglicherweise kann mit Blick auf den Theologen Hans Urs von Balthasar gesagt werden: Es muss die Hölle geben, aber es gibt Gründe anzunehmen, dass sie leer ist.

Max

24.02.20 | Was macht glücklich?

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Heute Rosenmontag mit großer Party und ab Mittwoch dann der Beginn der Fastenzeit. Kontrastprogramm! Wie ich finde ein guter Zeitpunkt, um sich folgende Fragen zu stellen:

  • Was brauche ich?
  • Und was brauche ich zum Glücklichsein?
  • Gibt es einen Unterschied zwischen diesen Fragen?
  • Oder reicht zum Glücklichsein schon das (Über) Leben?

Mit unserer Luxurierung steigern wir auch unsere Bedürftigkeit und damit unsere Abhängigkeit. Plötzlich scheint ein glückliches Leben ohne Kaffee am Morgen oder die halbe Stunde warmes Duschen nicht mehr möglich. Und folglich sind wir unglücklich oder unzufrieden, wenn wir es mal nicht schaffen den Kaffee zu trinken oder lange zu duschen.

Will ich mein Glück tatsächlich von so vielen Sachen, Kleinigkeiten abhängig machen?

Und machen diese Kleinigkeiten mich tatsächlich glücklich oder rede ich mir das nur ein, um meiner Unzufriedenheit etwas entgegenzusetzen?

Verzicht kann Gewinn sein und Einschränkung ein Schritt zu mehr Freiheit.

Judith

 

03.02.20 | Träumer

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Ich bin ein Träumer.
Bin ich das?
Ein Träumer … ein echter Träumer?

Irgendwie ja
Und irgendwie nein.
Es fällt mir leicht mit dem Blick in den Himmel
meine Gedanken schweifen
und fantastische Geschichten lebendig werden zu lassen.
Fremde Länder zu bereisen
Und Dinge zu erleben – unglaublich Viele.
Dinge, die so passieren könnten.
Und Dinge, die so nie passieren werden.

Einzig Die Zeit muss ich mir dafür nehmen.

Aber kann oder sollte Träumen nicht noch viel mehr sein?
Leben sein?
Mein Leben sein?

Eine Sehnsucht
Ein Hoffen
Ein Wünschen
Ein Bewusstsein!

Einzig erlauben muss ich es mir.

Genügend Zeit muss ich bündeln mit einer Menge an Mut
und es zusammen mit meinem Herzen und Verstand in meinen Rucksack packen
Auf den Rücken geschnallt
Und auf geht die Reise…

… noch weiß ich nicht genau wohin.
Aber ich weiß, es täte mir gut zu reisen,
Um meine Träume,
Mein Leben zu finden
Und zu leben.

(P. Cippa)

LG
Patrizia 

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